Mittwochsbrief zu Johanni 2009
Donnerstag, 25. Juni 2009 um 00:00

Liebe Leserin, lieber Leser,


600 Kilometer Autobahn, Sonne, brummende Hummeln an blühenden Sträuchern: Dieses waren meine ersten Eindrücke, als ich am gestrigen Johannitag bei unserem Flötenbauer Mollenhauer vorbei schaute.

Mollenhauer in Fulda: Altes Handwerk in einer noch älteren Stadt. Freundlich empfangen, ging es sogleich in die Fertigung - doch wer hier an eine hochmoderne, automatisierte Fließband-Straße denkt, der liegt falsch. Der Rundgang begann im Holzlager. Hier liegt das Holz jahrelang, bis es verarbeitet werden kann. Dann geht es in die erste Bearbeitung, die Tränkung in Wachs, die Drechselung, und in weitere Bearbeitung. Zu guter Letzt wird der Block von kundiger Hand eingefügt und jedes (JEDES!) einzelne Instrument von einem Meister angespielt. Oft wird es noch einmal zerlegt und wieder zusammengesetzt., damit nicht nur der Ton, sondern auch der Klang, die Obertöne, die Dynamik und die leichte Anspielbarkeit passen.

Jede Flöte - ob die Waldorf-Edition oder eine der 2500 Euro-Flöten - bekommt die selbe Aufmerksamkeit.

Ich war fasziniert von der Ruhe, von der Präzision und der Fertigung als Halbmanufaktur, auch von den langen Lagerzeiten zwischen den Arbeitsschritten.

Es gab ein langes Gespräch mit Anna Mollenhauer und Fred Kömpel, Flötenbauer aus Passion und Leidenschaft. Von mir oft die Frage gestellt: Geht es nicht auch günstiger? - Nun, das geht es wirklich nicht, die Waldorf-Edition ist in dieser Qualität einfach nicht günstiger zu fertigen. Die Qualität führt zu einem sehr harmonischen Klang und und guter Chorqualität. Die Lehrer, die sie einsetzen, wissen, wovon ich spreche.

Nach über vier Stunden voller Eindrücke verließ ich das Haus, wenig später befand ich mich wieder auf der Autobahn … Johanni eines Buch- und Musikalienhändlers.


Was gibt es nun diese Woche vorzustellen?


Die Waldorf-Edition selbstverständlich:


Die Bäumlinge in der 5- und 7-Ton-Variante:


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Sopranblockflöte Penta und Sopranblockflöte barock:


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Alt-, Tenor- und die stattliche Bassblockflöte:


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Aber natürlich wollen wir auch die Bücher nicht ganz vernachlässigen.

Aus der Reihe „Menschenkunde und Erziehung“ steht dieses für Waldorflehrer unerlässliche Werk nagelneu und druckfrisch in unserem Regal:


Entwicklungsaufgaben und Kompetenzen - Zum Bildungsplan der Waldorfschule


von W. M. Götte, P. Loebell, K.-M. Maurer

In der Bildungsdiskussion der letzten Jahre spielt der Begriff «Kompetenzen» eine wichtige Rolle. Die alten Lehrpläne sollten entrümpelt werden und an die Stelle der inhaltlichen Vorgaben Bildungsstandards und Kompetenzen treten. Auf dieser Grundlage erfolgten die Reformen in den Lehrplänen der Bundesländer.
Vor drei Jahren wurden in der Waldorfschulbewegung bundesweit Kommissionen zur Ausarbeitung einer neuen Sicht des gesamten Waldorfbildungsplans eingerichtet. Der Lehrplan wurde nicht mehr unter dem Gesichtspunkt durchgearbeitet, welche Inhalte in welchem Alter unterrichtet werden sollen, sondern unter der Fragestellung: Welche Entwicklungsaufgaben stellen sich in welchem Alter für die Kinder und Jugendlichen? Und welche Kompetenzen müssen entwickelt werden, um diesen Aufgaben gerecht zu werden?
Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden von Wenzel M. Götte, Peter Loebell und Klaus-Michael Maurer gesichtet, geordnet und übersichtlich dargestellt. Damit können Waldorflehrer ihre Arbeit gezielter auf die altersgemäßen Unterrichts- und Entwicklungsaufgaben ausrichten und im erziehungswissenschaftlichen Diskurs sowie im Gespräch mit Kollegen und Behörden des staatlichen Schulwesens auf konkrete Argumente zurückgreifen.

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Außerdem hat das Ehepaar Achilles wieder ein neues Büchlein herausgegeben:

Rudolf Steiner: Das Wesen der Künste

Nachschrift eines Vortrages, gehalten am 28. Oktober 1909 in Berlin. Mit einer Einleitung und einer Betrachtung zur Biographie Rudolf Steiners von Andrea Achilles.

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Zudem noch einige Empfehlungen aus der Rubrik „Altbewährtes“:

Sergej Prokofieff: Das Mysterium der Auferstehung im Lichte der Anthroposophie

Mit diesem Buch wird der Versuch unternommen, den Geheimnissen der Zeitenwende aufgrund der Geistesforschung Rudolf Steiners näherzukommen. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Wiederherstellung des Phantoms des physischen Leibes und seiner Verwandlung in den Auferstehungsleib durch Christus im Mysterium von Golgatha.

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Günther Dellbrügger: Lichtanker – Texte zum Aufrichten

Diese Miniaturen führen ihre Leser zu sich selbst. Sie sind kurze, aber wirksame Besinnungshilfen, die ein Nachdenken über die Ecken, Kanten und Öffnungen des Lebens auslösen. Ein Nach-Sinnen mit nachhaltiger und aufbauender Tiefenwirkung, angeregt durch die Keimkraft ausgewählter
Evangelientexte, zugleich ein Gang durch das christliche Kirchenjahr, anregende bebildert von Maren Glockmann.

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Georg Kühlewind: Aufbau – Vom Denken zur Wahrnehmung des Lebens

In diesem Buch wird mit großer Intensität und Konsequenz der Weg abgeschritten, der vom Denken über das Denken zur Erfahrung des lebendigen Denkens und zur Wahrnehmung des Lebens führt. Ein bemerkenswerter Fund aus dem Nachlass des Philosophen und Anthroposophen Georg Kühlewind.

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Peter Selg: Rudolf Steiners Toten-Gedenken

Die Studie thematisiert Rudolf Steiners Umgang mit dem Tod – seine Gedenkansprachen für verstorbene Mitarbeiter und Freunde und die Gestalt seines weiterwirksamen Bezuges. Rudolf Steiner sprach in seinen anthroposophischen Vorträgen oft und detailliert über das nachtodliche Leben der Menschenseele; auch beriet er viele Menschen im Umgang mit dem Tod, gab ihnen Meditationen für ihre Verstorbenen und eröffnete Wege der inneren Begleitung. Darüber hinaus gestaltete Rudolf Steiner die Toten-Feier für verstorbene Mitglieder häufig mit – unter obligater Einbeziehung des christlichen Kultus sowie in Form einer Ansprache, die das Wesensbild des Verstorbenen zum Vorschein brachte und Teil von Rudolf Steiners innerer Begleitung war. Wie konkret diese Beziehungsaufnahme gesehen werden muss und welche Hinwendung zu dem nachtodlichen Weg des Verstorbenen ihr eigen war, zeigt die Arbeit von Peter Selg.

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Thomas Göbel: Natur und Kunst

Thomas Göbel hat sich in seiner Arbeit als Naturwissenschaftler ein Leben lang an den Leitmotiven Goethes orientiert. Dabei kommt es zunächst darauf an, daß man in einem ersten Schritt das Staunen vor der Natur erst wieder erlernen muß. Daran anschließend wird der Naturwissenschaftler auf die Widersprüche, die sich in der Phänomenwelt zeigen, aufmerksam und entwickelt entsprechende Fragen. Nachfolgend muß er durch in die Phänomene eindringende Gedankenarbeit auf die Spuren des weisheitsvollen Gewebes in der Natur aufmerksam werden, um schließlich zu wirklich-keitsgemäßen Ideen vorzudringen. Die hier gesammelten Arbeiten zeigen, in wie vielfältiger Weise und auf welchen unterschiedlichen Gebieten dieser Ansatz in der Arbeit von Thomas Göbel fruchtbar geworden ist. Neben Aufsätzen zur goetheanistischen Arbeitsmethode finden sich hier, beinahe überraschend, Betrachtungen zur Kunst und Kunstgeschichte, so zum Beispiel über die buddhistische Kunst auf der Seidenstraße in China oder über die Motive der Kapitelle in der Kirche St. Foy in Conques/Burgund. Darüber hinaus sind Arbeiten aus dem Bereich der Zoologie und der Geographie enthalten. Abgeschlossen wird der Band durch Aufsätze zur Anthropologie, die deutlich machen, wie die Arbeiten von Thomas Göbel auch für die anthroposophische Medizin fruchtbar geworden sind.

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Für junge Leser die spannende Jugendbuch-Reihe „Das Zauberbuch mit dem Rubin“:

Teil 1: Eulengeheimnis

Das hatte der junge Troubadour Bertoul ganz sicher nicht erwartet, als er am Sterbebett seiner Herrin versprach, das Zauberbuch mit dem Rubin zu einem Magier nach Paris zu bringen. Unheimliche Gestalten sind auf der Jagd nach diesem Buch und schrecken dabei vor nichts zurück! Ein gefährlicher Wettlauf beginnt...

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Teil 2: Katzenspuk

Bertoul lebt nun am Hofe König Ludwigs IX., arbeitet als Maurer in der Bauhütte der Kathedrale Notre Dame. Sein Zauberbuch mit dem Rubin zieht jedoch finstere Gestalten an, die es auf das Leben des erst sechzehnjährigen Königs abgesehen haben, der gerade jegliche Hexerei verboten hat. Nach dem Diebstahl des Buches aus Bertouls Haus beginnt eine spannende Jagd und ein Wettlauf gegen die Zeit. Werden Bertoul und Blanche das Leben des Königs und seiner Mutter retten können?

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Teil 3: Wolfsgesang

Der brutale Raoulet de Mauchalgrin geht bis zum Äußersten, und bringt Blanche in seine Gewalt. Bertoul wird unterdessen in Paris von einer Gruppe Tempelrittern festgehalten, die ihm seine wahre Herkunft offenbaren. Alles scheint verloren. Da tritt ein geheimnisvoller Alter auf die Bildfläche: Der Herr der Wölfe. Wird es ihm und seinem Wolfsrudel gelingen, Bertoul und Blanche vor dem sicheren Untergang zu retten?

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Endlich ist es auch im Kalender offiziell: Wir haben Sommer! Für manch kleines Geschöpf vielleicht sogar der allererste?

Eva-Maria Ott-Heidmann: Sommer

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Wer ein wenig in unserem Online-Shop stöbert, der stolpert vielleicht auch über die ein oder andere Herbst-Neuerscheinung, die wir im letzten Mittwochsbrief bereits angekündigt haben. Maria Weichsel hat die Titel gestern eingepflegt und das jeweilige Erscheinungsdatum darunter vermerkt. Der Großteil der neuen Bücher erscheint Ende August – gerne merken wir Ihnen die gewünschten Titel aber auch jetzt schon vor.



Im Namen des Teams wünschen wir Ihnen allen eine gute Woche.

Herzliche Grüße

Christoph Huhn

und Lisa Beuster für die Bücher

 

 
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